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Objektplanung
Landschaftsplanung
Wettbewerbe

Platz vor der Holstentorhalle, Lübeck
Platzgestaltung vis à vis des Holstentores

 
Bauherr Possehl-Stiftung, Lübeck
Fläche 8.800 m²
Bausumme 482.000 EUR
Fertigstellung 2009
Leistungsphasen 1-9
Projektpartner

Bereich Stadtgrün und Verkehr, Lübeck
Architekten Dannien Voßgrag + Partner, Lübeck
Elektroplanung: I. B.H. Hornecker, Lübeck
Haustechnik: Energieberatungsgesellschaft EB, Lübeck
Statik: Cornelius Back, Beratender Ingenieur, Lübeck
Bauleitung: Bernd Groth, Landschaftsarchitekt, Lübeck

Die Holstentorhalle, ursprünglich als Messehalle in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gebaut, erhielt 2007 ein neues Innenleben. Proben- und Unterrichtsräume der Musikhochschule Lübeck bestimmen nun den vielfältigen Klang in der altehrwürdigen Halle.

Zentraler Gedanke des Entwurfs ist es, die historische Halle, vor allem mit Blick vom Holstentorplatz, wieder frei sichtbar werden zu lassen. Dazu wird die Halle quasi auf ein Plateau gestellt, mit scharfkantig herausgearbeiteten Rasenböschungen am Rand der Fläche.

Das Areal vor der Halle wird von einer offenen Rasenfläche geprägt und durch diagonal verlaufende Wegeachsen gegliedert. Der Hauptweg knüpft an die neue Fußgängerbrücke über die Trave an und schafft eine attraktive Verbindung in Richtung Touristeninformation / Bahnhof wie auch zu den Wallanlagen und zum Parkhaus an der Possehlstraße.

An drei Seiten fassen tischhohe Eibenhecken den Rasenplatz. An der Nordseite wird damit zugleich eine Abschirmung zur stark befahrenen Straße am Holstentorplatz geschaffen. Parallel zur Straße, "in 2. Reihe", lädt eine leicht geschwungene Grandfläche zum Verweilen unter blühenden Kirschbäumen mit Blick auf die Halle ein.

Unmittelbar vor der Holstentorhalle entstand eine flache, etwa 1 m hohe Bodenmodellierung, die nahezu einen Halbkreis beschreibt und sich dabei zum Gebäude öffnet. Diese „Musikstufen“ bieten etwa 90 Zuschauern Platz und stehen für musikalische Veranstaltungen der Hochschule zur Verfügung. Im alltäglichen Gebrauch wird die Stufenanlage zum Verweilen von Studenten und Passanten gleichermaßen genutzt.

Auf dem gesamten Platzareal sind 15 Sitzblöcke aus hochwertigem Beton mit Auflagen aus Holz locker verstreut. Man kann dort seine erste Postkarte schreiben oder sie als Sitzgelegenheiten für ein kreatives Päuschen nutzen. Von Ferne dringt derweil Musik aus den Probenräumen an die Ohren der Passanten.